Ich würde sehr gerne die Onlineseminare bzw. des gesamten Block buchen. Ich wollte mich aber vorher mal vergewissern, ob es auch Menschen mit “Depressionen” anwenden können? Vielen lieben Dank schonmal. Martina C.“

Antwort:

"Hier in den Sechs-Tages-Seminaren wird zu Beginn hauptsächlich thematisiert, woher es kommt, dass so viele Menschen heute an Depressionen, Lethargie, Stress, Ängsten, Wut, Aggressionen etc. leiden. Die Ursachen dafür gilt es zu ergründen. Denn daraus entsteht der Teufelskreis, in dem die Unbewusstheit, die Hilflosigkeit, die Ohnmacht und (in der Folge) meistens die Gewalt entsteht. Das muss man als erstes verstehen.

Weil hinter jeder Depression und vielen anderen Problemen immer unerfüllte Bedürfnisse und Mängel lagen und liegen, die sich die Menschen (aus welchen Gründen auch immer) nicht erfüllt haben.

Die Depression ist immer auch als eine „Notbremse“ zu verstehen, als Chance, das bisher Gewesene zu reflektieren, zur Ruhe und Heilung zu gelangen und dann zu einem absoluten Neuanfang überzugehen. Wir leben heute zu sehr im „Aussen“ und verlieren dadurch den Kontakt zu unserem Selbst. Wir müssen wieder nach innen gehen, um die Kräfte und Potenziale in uns zu finden.

Hier in der Schule (also auch in den Online Seminaren) sprechen wir über die möglichen Hintergründe für die Entstehungen von psychischen Krankheiten. Gleichzeitig kläre ich die Menschen über alle Wirkungsweisen im Körper auf und welche Wege es gibt, zur Heilung zu gelangen. Dabei verweile ich aber nicht auf der Ebene der Psyche und bei dem Problem, sondern kläre auf, wie der Körper arbeitet und wie wir wir schnellstmöglichst alles verändern können. Dies muss natürlich Jeder für sich überprüfen, ob es für Ihn passt.

Was hat das mit den Pferden zu tun?

Die Pferde haben einen sehr starken Überlebensinstinkt. Depressionen oder all die oben genannten Schwingungszustände nehmen Pferde als Schwäche und lebensbedrohlich war. Damit haben die Pferde kein Problem, solange sie in einer sicheren Gruppe am Stall verweilen und der geschwächte Mensch nicht etwas vom Pferd einfordern möchte.

Gibt ein Mensch mit seelischen oder emotionalen Belastungen einem Pferd einen Befehl oder möchte das Pferd sogar trainieren oder reiten, dann kann das Pferd nur instinktiv reagieren: Entweder es synchronisiert aus der Verbundenheit zum Menschen heraus dessen Schwingung und gelangt somit ebenfalls in einen z.B. lethargischen Zustand, oder es kämpft und widersetzt sich dem Menschen, um zu überleben, oder es unterwirft sich (ebenfalls aus einem Überlebensinstinkt heraus), wenn es keine andere Chance sieht.

Niemals geschieht eine Abwehr aus Böswilligkeit, immer geht es dem Pferd ums Überleben. Ich unterrichte immer nur die original Pferdesprache und das komplexe Wissen drumherum, keine Erziehungsmethode. Denn Erziehung und Gehorsam übergeht alle Widersetzlichkeiten. Für den Menschen ist dann keine Entwicklung möglich. Und um die Entwicklung des Menschen geht es mir in chi horsing vordergründig ja auch!

Wenn man so wie in chi horsing absolut gewaltfrei mit dem Pferd alles aufbauen möchte und es trainieren möchte oder sicher mit dem Pferd die Herde und den Stall verlassen möchte, dann muss man selbst seinen Schwingungszustand so verändern „wollen“, dass das Pferd so gut wie keine selbstzerstörerischen emotionalen Zustände mehr spürt. Ansonsten wird es immer wieder nach einer Lücke suchen, wo es von diesem Menschen weg kommt, weil es einfach instinktiv wahrnimmt, dass dieser Mensch nicht gut für sich selbst sorgt. Daraus entnimmt es die Information, dass dieser Mensch dann auch nicht gut für das Pferd sorgen kann -gut sorgen im Sinne von gewaltfrei, mutig, kraftvoll, gesund und freudvoll, ohne sich nur die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen, sondern auch die des Pferdes zu achten. Denn das sind die Schwingungen, die ein Pferd sofort fühlt und dem es sich gerne anschließt.

Es kommen sehr viele Menschen mit Depressionen und großen seelischen Problemen in die Saliho School. Neunzig Prozent unserer Schüler haben aber nach dem Verstehen aller Zusammenhänge in ihrem Leben die Veränderungen sofort angegangen und können seither auch besser mit ihren Pferden umgehen. Es fehlt den meisten nur an Aufklärung über die Zusammenhänge und das können Sie den Onlineseminaren entnehmen. Wer eine “schnelle” Lösung und Rezepte sucht, Frieden zu erreichen, der wird vielleicht nicht fündig. Friede bedeutet immer Arbeit an uns selbst, niemals beginnt Friede im Aussen. Das Aussen spiegelt immer nur das, was in uns ist.

Liebe Grüße Sandra König“

„Ich bin zufällig über Youtube auf sie gestolpert als ich Hilfe suchte um mein Pony einzureiten bzw. erst einmal richtig zu longieren. Ich möchte alles richtig machen. Ich werde demnächst einen Longenkurs mitmachen, die  Theorie ist mir bekannt nur an der Umsetzung hapert es noch. Ich habe das Gefühl das ich meinem Pony die falschen Signale sende. Ich würde gerne mehr über die Körpersprache meines Pferdes und über meine Energie  erfahren. Das Pony ist 3,5 Jahre alt Appalosa und auch ein wenig zu dick, deshalb möchte ich sie mehr bewegen. Denn wir haben auch keine Prärie als Auslauf. Sie geht keinen Schritt vorwaerts höchstens mit Leckerlie. Kann ich denn die Pferdesprache überhaupt erlernen, sie brauchten doch Jahre dafür oder? Liebe Grüße Laura Kaden“

Sandras Antwort:
„Es kann viele Gründe haben, dass Ihr Pferd sich nicht bewegen will. Das kann eben auch mit Ihrer Energie zu tun haben oder mit der Position, auf der Sie stehen. Meistens sagen Pferde: „Hey, Du willst mich antreiben oder laufen sehen?Warum??? Warum soll ich schneller gehen, Du tust es doch auch nicht?“

Oder sie sagen: “Ich kann Dich nur als Vorbild erkennen und ich erkenne in Dir nichts“.

Alle Pferde laufen, wenn ihr Kumpel in der Herde läuft. Aber das machen sie, weil sie sich verstehen und wissen, wie man sich untereinander zum Laufen bringt. Man hat eine echte Beziehung. Alle Pferde werden nur so schnell meine Freunde, weil ich ihre Sprache spreche und niemals ihren Ehrenkodex breche! Das ist für Pferde das Wichtigste. Daher bekomme ich fast alles von ihnen „geschenkt“.

Ich verstehe gut, dass Sie ihr Pferd auf herkömmliche Weise ausbilden möchten oder ausbilden lassen möchten. Es ist den Pferdeliebhabern meistens nichts anderes bekannt, als mit dem Longieren zu beginnen. Leider kann ich Ihnen aus meiner Sicht dazu nur so viel sagen, dass Longieren für das Pferd nur Spaß macht, wenn der Mensch bereits eine Beziehung zum Pferd aufgebaut hat.

Um mit dem Pferd eine Beziehung zu bekommen, muss man seine Sprache sprechen und seine Bedürfnisse achten. Sie werden erkennen, dass sich kein Pferd der Welt gerne longieren lässt, wenn es dazu nicht konditioniert wird. Das wird natürlich kaum ein Pferdetrainer so bestätigen. Aber nur, weil die meisten Pferdetrainer es selbst nie anders kennen gelernt haben und denken, es wäre BEZIEHUNG, wenn das Pferd schon nach dem fünften Mal an der Longe “alleine” los läuft. Sie werden noch nie in einer Herde beobachtet haben, dass ein Pferd das andere über einen längeren Zeitraum im Kreis longiert. Das ist so monoton und unlebendig, das haben Menschen erfunden.

Wenn Pferde natürlich von Anfang an lernen, gehorsam zu sein, sich an der Longe auf Grund von treibenden Hilfen (Gerte) fortzubewegen, dann ist das nicht die Art Beziehungsaufbau, die ich kultiviere. Pferde machen dann alles, was man von ihnen fordert. Sie sind so. Sie sehen keinen Ausweg. Sie laufen brav ihre Runden, um den Menschen zu gefallen und Widerstand und Beziehungsprobleme zu vermeiden. Sie unterwerfen sich sozusagen allen Forderungen, die eine Beziehung an sie stellt. Deshalb, weil sie eben ein ähnliches Verhalten haben wie ein kleines Kind gegenüber seinen Eltern. Man muss eben genau hin schauen, um nicht einfach ein „funktionierendes“ Pferd zu bekommen.

Daher kann ich ihnen auf konventionellen Wegen keinen Rat geben. Wenn Sie sicher sein mögen, dass Sie reif sind, Ihr Pferd zu longieren ohne es zu unterwerfen, dann kann ich Ihnen nur empfehlen, dies von Anfang an immer am freien Pferd zu probieren. Erst die Körpersprache zu lernen und die Pferdepsychologie verstehen, dann gibts keine Probleme. Denn nur, wenn das Pferd frei ist, sieht das Pferd eine Chance, sich ihnen körperlich mit seiner Sprache mitzuteilen. Das Pferd reduziert seine „Meinung“ sofort um 80%, wenn es am Seil ist. Ein kleiner Ruck am Halfter lernt dem Pferd sofort, dass es durch Schmerz, und sei dieser noch so gering, besser gehorchen soll.

Und ich habe nur deshalb so viele Jahre gebraucht, die Pferdesprache zu erlernen, weil ich keinen Lehrer fand, der mir annähernd verständlich machen konnte, wie Pferde tatsächlich denken, fühlen und handeln. Das war überhaupt der Grund, warum ich die School aufmachte. Ich gebe es sehr einfach und verständlich weiter, das sagen zumindest meine Schüler. Das dauert nicht mehr Jahre.

Das andere Problem mit dem zu dicken Pony entsteht wirklich dadurch, wie sie es schon sagten: sie haben keine Prärie als Auslauf. Wir geben den Pferden ein zu kleines Zuhause und dann müssen wir sie künstlich bewegen, weil sie sonst zu dick werden oder krank und steif. Ich musste selbst mal ein Jahr in einem großen Pferdebetrieb mit wenig Platz verweilen. Eines meiner Pferde, das vorher mit viel Auslauf (1ha) 20 Jahre gesund und fit war ohne jegliches Training, musste ich danach 2 Jahre aufpäppeln und gymnastizieren und vom Osteopathen für viel Geld behandeln lassen, so litt es unter den Folgen. Zwischendurch kam die Therapeutin und meinte, ich muss ihn mehr longieren. Mir ging auf meine Weise natürlich nach 5 min. die Puste aus. Er sollte aber weiter laufen - da schaute mich aber mein Wallach an und sagte: „Sag mal Alte, spinnst du, mich hier weiter im Kreis wie einen Deppen laufen zu lassen, ohne dass Du Dich mit bewegst?“

Mein Wallach wollte sich sofort mental von mir trennen und auf der Herzensebene von mir verabschieden. Da wurde mir klar, was Millionen Pferdebesitzer für „Beweggründe” haben, ihre Pferde ständig zu longieren. Ich beschloss zu diesem Zeitpunkt, als mein Wallach in diesem Stall so abbaute, dass wenn ich nichts Besseres finde, ich lieber meine Schule aufgebe und eine große einsame Wiese mit Hütte beziehe, bevor ich ihm das länger antue. Aber Jeder muss seinen eigenen Weg gehen und seine für sich akzeptablen Kompromisse machen. Ich bin mittlerweile kompromisslos, wenn es um das Wohl meiner Pferde geht. Und genau dasselbe Wohl bekomme ich von allen Seiten im Leben zurück.

Liebe Grüße Sandra König“

„Ich habe einen Norweger (6 Jahre) vor einigen Wochen gekauft, der allgemein sehr lieb ist und beim holen, pflegen, putzen, satteln keine Probleme machte. Da ich ein paar Jahre wegen der Kinder pausiert hatte, nahm ich wieder Reitstunden. Am Anfang der letzten Reitstunde ist er auf dem Platz direkt nach dem Aufsteigen so durchgegangen, dass ich auf dem Rand des Platzes gelandet bin und nun Titan in der Schulter habe. Meine Reitlehrerin stand wie üblich beim Pferd und hielt gegen. Aufgeben möchte ich jetzt nicht direkt. Beim Auftrensen hatte ich zum ersten Mal einen gewissen Widerstand von ihm gespürt. Ich denke, es hatte evtl. etwas mit den Zügeln und seinem Maul zu tun. Die Weide hatte eine Woche vorher begonnen. Sein Name ist Findus und er war wohl in Frankreich bei einem Ausritt-Unternehmen eingesetzt, das Ende 2014 aufgeben musste. Was können wir tun? Evtl. Video und/oder Seminar bei Ihnen für mich? Viele liebe Grüße Stephanie Jaecks“

Antwort von Sandra:
Meine Philosophie ist ja, dass Pferde fühlende Wesen sind. Das Wichtigste für Pferde ist eine Beziehung. Und zwar nicht nur die zum Menschen, sondern zu allem, was man mit dem Pferd macht.

Wenn Sie sagen, Sie haben ihn erst ein paar Wochen, sind aber schon geritten, dann könnte sein, dass Ihr Wallach die Beziehung zu Ihnen entweder nicht gut heißt oder Sie haben noch gar keine Beziehung, was bedeutet, dass Sie sich damit in oft unterschätzte, aber echte Gefahr begeben. Was Sie ja nun auch erlebt haben mit dem Sturz.

Auch wenn ein Pferd alles mitmacht bis zu einem bestimmten Punkt, zeigt nur, dass er wie z.B. ein kleines Kind gelernt hat, alles über sich ergehen zu lassen. Und wenn so ein Pferd dann eine klitzekleine Chance sieht, aus seiner Unterwerfung auszubrechen, dann ist Zahltag für den, der einem Pferd diese Chance lässt.

Mit so einem Pferd müsste man vermutlich so beginnen, dass man ihm erst mal wieder für einige Zeit alles zurück gibt, was man ihm in einem Ausrittunternehmen abverlangt hat. Ich denke, dazu brauche ich erstmal kein Video zu sehen, weil Pferde, die für Spaßritte von Touristen missbraucht wurden, meist sehr gepeinigt. sind.

Die Frage ist, was Ihr Ziel ist und was Sie bereit sind, dafür zu geben?

Ein Ein-Tages-Seminar klärt die Menschen erst mal nur auf über das, was das Pferd alles braucht und was es versteht oder nicht versteht. Wenn Sie aber lernen möchten wie man wirklich mit einem Pferd kommuniziert und eine Beziehung aufbaut (und damit meine ich nicht putzen, holen, satteln, reiten, Bodenarbeit etc.), dann gibt es nur das Sechs-Tages-Seminar, denn solange dauert es, um die komplexen Ebenen der Pferdesprache zu verinnerlichen und sie hier  in der Schule auszuprobieren. Denn meist erlebe ich, dass auch langjährige Pferdemenschen die Inhalte meines Unterrichts so noch nicht wussten. Mit dem hier erlangten Wissen können Sie dann Zuhause alleine weiter arbeiten.

Bodenarbeit oder Reiten sollten Sie erst dann beginnen, wenn Ihre Beziehung zum Pferd gereift ist. Dann erst sind Sie bei jedem Spaß, den Sie mit Ihrem Pferd haben wollen, “sicher”.

Beziehung zum Pferd aufbauen, so wie es üblicherweise draussen im Pferdeumgang angeboten und unterrichtet wird, gleicht oft einer Herangehensweise, als würde uns ein Mann an die Hand nehmen, in die Küche stellen und sagen „Nun zeig mal, wie gut Du kochen kannst und was Du alles zu bieten hast, ob Du auch gut putzen und mich bedienen kannst, ob ich mit Dir meine Wünsche erfüllen kann und wenn du gut bist, streichle ich dich und du darfst mir weiterhin dienen.”  Das klingt vielleicht makaber, aber genauer betrachtet ist  es genau das Verhältnis, das ich oft zwischen Mensch und Pferd erkenne und was der Mensch dann gerne „Beziehung“ nennt.

Zu wenige wissen, wie man mit Pferden eine Beziehung aufbaut, weil Jeder hauptsächlich seine eigenen Interessen mit dem Pferd verfolgt. Damit ist man aber immer in Lebensgefahr…..Aber das spürt kaum noch einer, weil das Bewusstsein dafür fehlt oder man gelernt hat, mit Gefahr und ständiger Angstüberwindung zu leben.

Liebe Grüße Sandra König“

“Das Zusammensein mit Pferden erfodert so viel Gefühl, Gespür, Einfühlungsvermögen und Achtsamkeit. Warum sind dann so viele Pferdemenschen so bissig, richten einander aus, kritisieren, schimpfen über andere Gestüte und sind so gar nicht einfühlsam? Warum? Passt das zusammen? Liebe Grüße Anna Zach“

Antwort von Sandra:
Es gibt mehrere Betrachtungsweisen zu Ihrer Frage, die zugleich viele Fragen an Sie selbst aufwerfen. Das „Mensch sein“ bringt grundsätzlich mit, dass man sich in Bezug auf alles, was man auf der Welt erlebt, selbst in Erfahrung bringen möchte. Wer sind wir also in Bezug auf das, was wir erleben? Jeder findet sich auf andere Weise und es täte uns gut, dies zu akzeptieren und “Jedem” zuzugestehen.

Energie folgt immer seiner Aufmerksamkeit. Was wir mit Aufmerksamkeit energetisch unterstützen, das wächst um uns herum besonders gut. Wir erkennen dadurch, was wir mit unserer eigenen Energie bisher erschaffen haben und woran wir arbeiten müssen, wenn wir uns ein anderes Umfeld wünschen. Ich kenne Ihre Ziele nicht, aber falls Sie die Hintergründe des Verhaltens solcher Pferdemenschen herausfinden möchten, dann haben Sie bisher die richtige Energie dafür erschaffen und sind an dem Ort des Geschehens. Wenn Sie sich aber mehr mit den Pferden vor Ort beschäftigen möchten, dann empfehle ich Ihnen die Aufmerksamkeit ausschließlich auf sich selbst und die Pferde zu richten, dann verändert sich mit der Zeit auch ihr Umfeld.  Die DVD “Das Gesetz der Resonanz” von Pierre Franckh könnte ihnen weiter helfen, diese Zusammenhänge besser zu verstehen.

Wenn uns etwas extrem stört, dann sehen wir, wie voll wir sind mit Urteilen. Dann können wir auch von der Natur sehr viel lernen. Was kümmert den Buntspecht der geschäftige Betrieb des Ameisenhügels unter sich? Wahrscheinlich nichts. Der  Buntspecht nimmt es lediglich wahr und baut für sich und seinen Nachwuchs ein Zuhause, um ein gutes Leben zu führen. Alles andere wäre vergeudete Energie. Buddha würde sagen: "Leicht siehst du den Fehler am Nächsten, doch schwer den eigenen. Den Fehler des Nächsten suchst du zu bessern, soviel du vermagst, um den eigenen zu verbergen wie der Schelm im Spiel den falschen Würfel."

Die Pferde spiegeln im Zusammensein mit uns wider, welche Konzentrationsfähigkeit wir besitzen und ob unsere Energie mit uns und der Welt in Frieden ist. Falls Sie darüber mehr lernen möchten, empfehle ich ihnen ein Hörbuch von Eckhart Tolle: “Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung”.

Alles Gute auf diesem Weg. Sandra König“

„Jeder spricht immer nur von den Lektionen, die ich meinem Pferd beibringen muss, damit ich es gymnastizieren und reiten kann. Wenn ich mein Pferd während der Übungen festhalte dann funktioniert das mehr oder weniger. Aber wenn ich es frei lasse ist es weg. Die einztige Chance die ich habe mein Pferd bei mir zu halten ist, wenn ich ihn mit Futter besteche, aber da wird er fast zur Bestie :-(. Wie kannl ich denn meinem Pferd sonst vermitteln dass es da bleibt und dass die Lektionen gut für seine Fitness sind? MfG Liedwald Norbert“

Antwort von Sandra:
„Wenn ich ein Pferd vor mir habe, das abgelenkt ist oder sogar weg geht, dann ist noch keine Bindung zu mir vorhanden und an das Üben von Lektionen ist noch gar nicht zu denken. Das Pferd geht, weil es sofort erkennt, dass da niemand ist, der mit ihm auf verständliche Weise kommuniziert. Das wäre das Erste, an was man arbeiten muss. Dazu ist natürlich ein Wissen über die komplexe Sprache des Pferdes notwendig! Während dieser Lehre erfährt man auch, wie wichtig es für Pferde ist, einen “Sinn” für jegliches Tun zu erhalten. Allein wenn ein Pferd in den Schritten und Bewegungen mit dem Menschen permanent eine nachvollziehbare Aussage erkennt, dann ist es gerne dabei und im Zuge eines Dialogs kann man sämtliche Lektionen mit einbauen. Ich verstärke dann die gewünschten Bewegungen vom Pferd mit lobenden Worten und einem Leckerli. Die Belohnung mit dem Leckerli erfordert aber ein ganz klares Beherrschen der Pferdesprache, denn sonst werden Pferde gerne zu Monstern und Menschen brauchen dann Gewalt, weil sie sich auf andere Art nicht zu helfen wissen.

Dass das Pferd bettelt und sogar aufdringlich wird, geschieht nur deshalb, weil der Mensch nicht erkennt, in welchem Moment das Pferd mit uns über eine weitere Nachfrage eines Leckerlis kommuniziert hat. Nur in diesem Moment der Nachfrage wirkt ein friedliches Signal in der “Pferdesprache” und das Pferd versteht dann, das es nun nichts mehr gibt. Meistens reagieren Menschen erst wenn das Pferd unverschämt wird. Aber bereits viele Sekunden davor hat das Pferd signalisiert, was es will und der Mensch hat durch ein “nicht antworten”  automatisch das “Ja” für das Pferd eingeleitet. Damit ist es sogar bereit, dafür zu kämpfen, weil es ja immer noch von dem “Ja” ausgeht. So kann man mit einem Pferd nur ruhig und ohne Gebettle fein arbeiten, wenn man seine Sprache spricht. Pferden ohne Sinn oder Belohnungen eine Lektion abzuverlangen, wird wohl immer den Zwang erfordern, es festzuhalten.

Liebe Grüße Sandra König“